Die Hand stellt einen speziellen Körperteil, der eine riesige Funktion hat, dar. Jeder funktionaler Mangel beeinträchtigt den Alltag und zählige Aufgaben, die wir gerade mit unseren Händen erledigen.

Die Alterungszeichen werden an den Händen auch bemerkt, so dass es auch Prozeduren gibt, durch welche diese Zeichen effizient gemildert werden können.

Hand Chirurgie

Kompressive syndrome

Kompressive Neuropathien

Stellen pathologische Zustände dar, in denen die peripheren Nerven der oberen Extremitäten in nicht ausdehnbaren Knochen-Binde-und Muskel-Bindekanälen, durch welche sie gehen, komprimiert werden. Die Erhöhung des Drucks in diesen Kanälen führt zu einer Beschädigung der Nerven und starkem Schmerz. Zählige Gründe verursachen kompressive Neuropathien und können anatomische, postural, entwickelnde, entzündende, traumatische und metabolische Natur haben. Die entstandenen Symptome können sich von den transitorischen Parästhesien sehr unterscheiden, bis zur kompletten Beschädigung der Nervenfunktion.

Kompressionen des N. Medianus
1. Karpaltunnel-Syndrom

Das Karpaltunnel-Sindrom entsteht beim Druck auf den N.medianus im Karpaltunnel. Die geringste Vermehrung der Gewebemasse kann aus einem bestimmten Grund eine Kompression und Ischämie des Nervs verursachen. Es tritt häufiger bei Frauen in der Menopause, Schwangerschaft, bei Patienten, die an rheumatoider Arthritis erkrankt sind, auf. Die Symptome, die als Folge der Kompression dieses Nervs entstehen, sind Schmerz, Parästhesien und Hypoästhesie im Bereich der ersten drei Finger.

Behandlung

Die Behandlung des Karpaltunnel-Syndroms erfolgt chirurgisch. In der regionalen Betäubung, durch einen Schnitt in der Ebene des Handgelenks, wird das flexorische Retinakulum des Handgelenks zerschnitten, womit der Nerv sich vom Druck befreit und die Symptome klingen ab. Die Operation dauert ca. 30 Minuten, man verlässt das Krankenhaus am selben Tag, die Fäden werden nach zehn Tagen gezogen.

2. Pronator teres Syndrom

Bei diesem Syndrom entsteht die Kompression des N.medianus in der Höhe des M.pronator teresa bzw. in der Ebene des Ellbogens. Die Symptome, die ihn charakterisieren, sind Schmerz auf der flexorischen Seite des Unterarms, sensorisches Defizit des Daumens in den ersten drei Fingern, totaler und partialer Verlust der Flexion des proximalen interfalangealen Daumengelenks. Die Symptome nehmen mit der körperlichen Aktivität zu. Die chirurgische Therapie umfasst die Dekompression des Nervs in der Ebene des Muskels des pronator teres. Der Ellbogen ist immobilisiert, in der leicht gebogenen Lage eine Woche lang, danach beginnt man mit der physikalischen Therapie.

3. Vorderes interosseales Syndrom, Kompression des Zweigs des N.medianus-N.interosseus

Das Syndrom ist charakterisiert durch einen tiefen Schmerz im Unterarm, der sich während der körperlichen Aktivität verschlimmert und beim Ruhen abklingt. Die sensorischen Ausfälle der Finger können wegbleiben und das Hauptmerkmal ist die Muskelschwäche des Flexors des Daumens und Zeigefingers (m.flexor pollicis longus und m.flexor profundus indicis). Die Behandlung ist chirurgisch, sie versteht die Befreiung des Nervs von der Kompression. Die Verbesserung der Funktion folgt bereits in den ersten zwei bis drei Monaten.

Rheumatische hand

Mallet Finger/Hammerfinger

Meistens entsteht er wegen Ruptur der distalen Verbindung der extensorischen Sehne mit konsequenter hammermässigen Deformität. Wird durch Immobilisation behandelt, mit dem Finger in leichter Hyperextension in Dauer von 8 Wochen.

Buttony Läsion

Stellt die Ruptur des zentralen Bereichs der extensorischen Sehne, die auf Basis der medialen Falange angeschlossen wird. Es entsteht eine Deformität in Form von Flexion des proximalen interfalangealnen Gelenks und Hyperextension des distalen interfalangealen Gelenks. Die Behandlung ist meistens konservativ, in Dauer von 6 Wochen.

Trigger Finger-Schiessfinger

(digitale stenosierende Tendovaginitis) stellt eine Erscheinung der erschwerten Extension (Streckung) der Finger, begleitet mit dem Phänomen des Klickens. Es entsteht wegen Disproportion zwischen flexorischen Sehnen und der Sehnenschale. Häufiger tritt es bei Frauen auf, und meistens sind der III. und IV. Finger betroffen. Die operative Behandlung ist effizient und führt zur dauerhaften Heilung.

Tendovaginitis De Quervain (Morbus De Quervain’s)

Die Krankheit entsteht nach langfristiger Bewegung des Daumens, wenn die Sehnenschalen der Muskeln infolge der Reibung entzündlich verändert werden. Der Ausdruck „Tendinitis“ bezeichnet einen bestimmten Enzündungsprozess und als Folge eine Schwellung.

Diese Verdickung von Sehnen veursacht den Schmerz, der sich zum Unterarm ausbreitet und eine Schwellung im Bereich der Wurzel des Daumens. Die Symptome sind besonders ausgeprägt beim Faustballen oder beim Drehen des Gelenks. Es entsteht bei 40-50-jährigen Frauen, die den Daumen intensiver verwendet haben, wird oft mit der Schwangerschaft, entzündlicher Arthritis und rheumatischen Krankheiten in Verbindung gebracht. Die Diagnose wird mit dem Finkelstein-Test gestellt - die Hand wird in die Faust geballt, mit Fingern über dem Daumen und das Gelenk wird zum kleinen Finger gebogen. Dieser Test ist äusserst schmerzhaft bei Personen mit Tendovaginitis De Quervain.

Therapie:

Einstellung der Aktivitäten
Immobilisation
medikamentöse Therapie mit antiflammatorischen Medikamenten
Injektionen mit Kortekosteroiden
chirurgische Behandlung, die aus der Öffnung des Kompartmens – Raums besteht, damit die angeschwollenen Sehnen befreit werden.

Dupuytren'sche Kontraktur

Dupuytren'sche Kontraktur

Die Basis dieses pathologischen Zustands bildet die Kontraktur der palmaren Faszie bzw. Fybrodisplasia des subkutanen Bindegewebes, die Knoten und Streifen formiert, und es entsteht eine flexione Kontraktur der betroffenen Finger.

Betroffen sind häufiger Männer zwischen 40 i 60 Jahren, meistens sind der IV und V Finger betroffen, und auch die I interdigitale Kommissur. An der Handfläche erscheinen knotige Verdickungen, manchmal auch Schmerz und sehr oft sind auch beide Hände betroffen. Die Haut in der Ebene der Kontraktur ist dick, fest und unbeweglich wegen Mangel am subkutanen Fettgewebe. Die Behandlung ist operativ, wenn durch die chirurgische Exzision das palmare pathologisch geänderte Gewebe beseitigt wird, das die Kontraktur verursacht.

Handtumoren

Gutartige Tumoren

1. DER GIGANTISCH-ZELLULÄRE TUMOR der Sehnenschalen ist gutartiger Herkunft, hat aber eine hohe Rate an Rezidivum. Meistens erscheint er an der palmaren Seite der Finger und ist ein langsam wachsender Tumor.

2. GLOMUS TUMOREN finden sich oft im Nagellager und geben das klassische Trias der Symptome – Schmerz, palpatorische Sensitivität und Emfindsamkeit gegen Kälte.

3. ENCHONDROME bilden die destruktivsten gutartigen Knochentumoren, die üblicherweise die proximale Falange des Fingers betreffen. Sie verursachen oft einen pathologischen Bruch.

4. LIPOME erscheinen meistens bei Frauen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr. Sie sind mobil und schmerzlos und wenn sie grösser werden, können sie zu kompressiven Neuropathien führen.

Tumormässige Formationen

1. GANGLIONE-HYGROME sind die häufigsten Tumefakte an der Hand. Diese Änderungen sind weich und schmerzlos. Die Behandlung erfolgt durch Aspiration des Inhalts aber mit 50 % Auftreten des Rezidivums oder chirurgischer Entfernung, wonach das Rezidivum auch möglich ist, aber im geringeren Prozent.

2. MUKUSZYSTEN treten am Dorsum des distalen interfalangealen Gelenks auf und sind oft in Verbindung mit der Osteoarthrose.

Kongenitale (angeborene) anomalien der hand

Kongenitale (angeborene) Anomalien der Hand können in verschiedenen Formen auftreten – von Störungen im Formieren der Teile oder deren Differentierung, Duplikation, übertriebenem oder ungenügendem Wachstum sowie verschiedenen generalisierten Abnormalitäten des Skeletts. Sogar 50% kongenitale Anomalien der Hand entfällt auf Polydaktilien und Syndaktilien.

Polydaktilia

Bezeichnet das Bestehen des überschüssigen Fingers, der meistens im Bereich des kleinen oder 5. Fingers der Hand auftritt oder im Bereich des Daumens. Der überschüssige Finger kann nur zum Anhänger des weichen Gewebes sein oder kann alle Knochen-, Sehnen- und neurvaskuläre Strukturen haben, wie der normale Finger. Die Behandlung erfolgt chirurgisch und wird im 1. Lebensjahr empfohlen, zwecks Erreichung der optimalen Funktion der Hand.

Syndaktilia

Ist eine angeborene Anomalie, die verbundene, verwachsene Finger bei Kindern darstellt. Sie erscheint bei 1 von 1000 lebend geborenen Kindern und zweimal häufiger bei Jungen. Sie kann inkomplett oder komplett sein und meistens sind der 3. und 4. Finger verwachsen. Sie wird chirurgisch behandelt, vom 6. Monat bis zum 4. Jahr, in Abhängigkeit vom Typ der Syndaktilia. Im ersten chirurgischen Verfahren wird nur eine Seite des Fingers befreit und das plastisch-rekonstruktive Verfahren umfasst mehrfache «Z»-Plastiken und Anwendung der freien Hauttransplantanten der vollen Dicke der Haut, damit die Hand zur Gänze rekonstruiert wird.

 

Adaktylia

Stellt den kongenitalen Mangel der Finger, während die Afalangie den Mangel an Falange darstellt. Sie wird durch Verlängerung der Finger oder durch Transplantation (mikrochirurgisch) der Fusszehen oder der Handfinger behandelt.

Übermässiges Wachstum (Gigantismus)

Stellt die pathologisch Erweiterung des Skeletts und der Hülle des Weichgewebes der Finger, während die Hypoplasien (ungenügendes Wachstum) meistens den Daumen betrifft, der verkleinert und ungenügend entwickelt ist. Die Behandlung ist chirurgisch und es ist nötig einen neuen Daumen zu formieren, durch Polysation (Transposition einer der Finger auf der Stelle des Daumens).

Verletzungen der hand

Verletzungen der Hand können wir grob wie folgend gliedern:

• Knochenverletzungen – Brüche,
• Verletzungen der Gelenke und Ligamenten,
• Verletzungen der Sehnen.

Der häufigste Mechanismus des Knochenbruchs entsteht nach einem Fall oder Stoss in die Hand. Direkte Stösse verursachen oft Bruch eines oder mehrerer metakarpalen Knochen und die Brüche sind meistens querförmig und ausnahmsweise spiralmässig. Eine grosse Anzahl von Brüchen werden konservativ behandelt – durch Aufsetzung einer Gipslongette in Dauer von drei Wochen. Wenn die Dislozierung grösser ist, ist die operative Behandlung nötig.

 

“Der Boxer Bruch” oder Bruch ”des schlechten Strassenkämpfers” ist ein Bruch, zu welchem es meistens bei Prügeleien kommt. Es kommt zum Bruch des Halses des V. metakarpalen Knochens durch einen inadäquaten Stoss. Behandelt wird er durch Immobilisation in Dauer von 3 bis 4 Wochen oder es ist eine Reposition des Bruchs bei grösserer Angulation nötig.

Häufig sind Brüche der Fingerknochen, besonders der proximalen und medialen Falanga. Die Brüche werden durch Reposition und Fixation behandelt.

Zur Diagnostik aller Brüche und zur weiteren Therapie ist es nötig eine entsprechende Röntgen Aufnahme der verletzten Hand durchzuführen.

In der Hand können karpometakarpale, metakarpofalangeale und interfalangeale Verrenkungen auftreten. Die Diagnose wird durch klinische Untersuchung mit radiographischer Bestätigung gestellt. Die meisten Verletzungen werden leicht reponiert und mit der Schutzlongette immobilisiert.

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